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Il Manifesto – Juni 2007

von Ida Gerosa

Denk mit den Sinnen.

Fühl mit dem Kopf.

(5+1)

Wenn man zu einer großen Kunstausstellung wie der Biennale von Venedig geht, erwartet man etwas Neues, etwas, das einen überrascht und fesselt.

Bei meinen Besuchen der Biennale habe ich im Laufe der Jahre innovative, sorgfältig zusammengestellte Ausstellungen gesehen, aber auch solche, die ausgesprochen langweilig waren. Dieses Jahr hat mich das faszinierende Thema der Biennale („Denk mit den Sinnen, fühl mit dem Kopf“) besonders neugierig gemacht, sodass ich auf ungewöhnliche, innovative und bedeutsame Werke gespannt war. Ich bin selbst Künstlerin und bemühe mich daher sehr, jedes Kunstwerk zu verstehen und es nicht einfach mit einer kurzen Bemerkung abzutun. Zu meinem Bedauern muss ich jedoch sagen, dass ich nur wenige Stücke gesehen habe, die ich wirklich attraktiv fand und die für mich von Bedeutung waren.

Ich habe nicht genug Zeit gehabt, alle Nebenausstellungen zu besuchen, aber ich kann im Großen und Ganzen sagen, dass die Ausstellungen, die sich lohnen, 5 + 1 sind.

Die 5 Pavillons, die sich lohnen, habe ich gründlich besichtigt.

Die Nebenausstellungen sind eine andere Geschichte.

Höchst interessant sind die digitalen Bilder des Künstlers Adi Da Samraj. Die Ausstellung wird von Kurator Achille Bonito Oliva betreut. Es ist die +1. Dieser Pavillon ist der zusätzliche, der sich lohnt. Selbst wenn man nur kurz zur Biennale kommen kann, darf man diese Nebenausstellung nicht verpassen.

Nachdem der Künstler viele Jahre lang vor allem gezeichnet und gemalt hat, verlegte er sich 1998 aufs Fotografieren und schuf seine Bilder durch digitale Bearbeitung. Er hat mit allem experimentiert, was die digitalen Methoden hergeben, und dabei seine eigene einzigartige Ausdrucksweise gefunden. Die digitale Arbeitsweise wird relativ oft von Leuten benutzt, die den Gebrauch des Computers nicht genügend beherrschen und mit ihm Werke schaffen, die bestenfalls eine „Kenntnis“ der Technik verraten und eine persönliche zeitgenössische Ausdrucksweise vermitteln.

Ich frage mich oft, wann die Zeit kommt, in der alle begreifen, was es wirklich bedeutet, Kunst mit dem Computer zu schaffen. Seine eigene künstlerische Entwicklung und Erfahrung haben Adi Da Samraj dazu gebracht, Bilder zu schaffen, die sehr komplex und detailliert und von geometrischen Formen gekennzeichnet sind. Die Farben sind großartig, wenngleich sie durch die geometrischen Formen bestimmt und begrenzt sind. Adi Da stellt zwar Bilder her, die für die Computerkunst eher untypisch sind, aber unter den Künstlern, die mit digitalen Mitteln arbeiten, ist er zweifellos der beste, den ich gesehen habe.

Zusammenfassend kann ich sagen: Eine Biennale, an die man sich nur aufgrund weniger wertvoller Werke erinnern wird, die inmitten eines eher quälenden Rahmens unsere Neugier und unser Interesse wecken.



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Read the full text of Achille Bonito Oliva's Inauguration Speech.


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